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04. June 2013

Vaterliebe Muslim Style 3

Vaterliebe Muslim Style 2

Vaterliebe Muslim Style – Eine neue Generation jenseits von Stereotypen

Filmpräsentation und Podiumsdiskussion

 „Vater zu sein ist Liebe für mich. Vater zu sein, da sein, wenn man mich braucht. Also ich genieße jede Sekunde von der Vaterschaft. Ich versuche, dass ich ein Freund bin von ihr, dass sie auch mir alles erzählen kann. Dass ich mit meiner Tochter einen guten Kontakt habe.“ Murat


Mit diesen Worten beginnt der Trailer des Films „Vaterliebe Muslim Style“, der am Mittwoch-Abend von Frauen ohne Grenzen in Anwesenheit von Bundesminister Hundstorfer präsentiert wurde. Der Film ist das Ergebnis einer Studie zum Thema Vaterschaft und Migration in Österreich, die in Kooperation mit dem BMASK von Frauen ohne Grenzen durchgeführt wurde.


Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit Efgani Dönmez, Hasssan Noseir, Adam Bisaev (Teilnehmer der Studie) sowie Simon Inou wurden Einblicke in die Lebensrealitäten der Diskutanten als Väter mit von der Mehrheitsgesellschaft abweichenden religiösen und kulturellen Hintergrund gegeben. 


„Es ist glaube ich in der heutigen Zeit sehr schwierig seine Rolle als Vater auch wahrnehmen zu können, insbesondere dann wenn man beruflich sehr gefordert ist. Ich bin sehr viel unterwegs, ich versuche immer die Balance zu halten zwischen Familie, Arbeit, Freundeskreis. Manchmal gelingt es einem besser, manchmal nicht. Aber diesem Druck unterliegen sehr viele Väter“ Efgani Dönmez


„Meine Herausforderung als Mensch, als Vater, es ist gleich, sei das in der Familie, im Sportverein oder in der Gesellschaft, die Menschen zu fördern… dass sie Persönlichkeiten werden mit Stellungnahme, mit Bewusstsein, mit Wahrnehmung. Und dafür brauchen sie eine Ausbildung.“ Adam Bisaev


 „Also für mich ist Partnerschaft alles zu besprechen, alles teilzunehmen…Und wir besprechen alles was unsere Tochter betrifft, alles. Und wir sind so offen und ich wünsche das auch so. Und es ist auch gemäß unseres Propheten, der sagt, der Beste unter euch ist der Beste für seine Familie. Und ich bin der Beste für meine Familie“ Hassan Noseir


Durch die Präsenz des BMASK und der Diskutanten und die rege Beteiligung des Publikums an der Diskussion wurde die Veranstaltung erfolgreich zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs zwischen der höheren politischen Ebene, den Betroffenen und der Zivilgesellschaft. 

Das Bild des Vaters in öffentlichen Diskussionen ist das eines jungen, aus der Mittelschicht kommenden Mannes ohne Migrationshintergrund - eine sehr eingeschränkte Wahrnehmung der gesellschaftlichen Realität. Häufig sind Diskussionen zum Thema Vaterschaft und Migration vorurteilsbelastet und stereotypisiert, insbesondere in Zusammenhang mit dem Islam. Dieser Frauen ohne Grenzen-Film lässt betroffene junge Väter, deren Stimmen im öffentlichen Diskurs kaum gehört werden, nun selbst zu Wort kommen um ein differenzierteres Bild zu schaffen.

 
 

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