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15. January 2013

Ausgebildet, Ausgeblendet?

Ausgebildet, Ausgeblendet? 2

Aus-bildet? -Aus-geblendet?

In Zusammenarbeit mit dem BMUKK organisierte Frauen ohne Grenzen am Mittwoch, 9.Jänner 2013, die Konferenz „Aus-gebildet? - Aus-geblendet? Berufsorientierung von Jugendlichen mit besonderer Berücksichtigung von Migrations- und Geschlechtszugehörigkeit“.


Mit besonderer Berücksichtigung der Mädchen und jungen Frauen mit türkischem Hintergrund, die in Deutschland die größte und in Österreich die drittgrößte Einwanderungsgruppe darstellen, hielten die Sozialwissenschaftlerin Dr. Necla Kelek, die Anwältin Seyran Ateş und Buchautorin Serap Çileli aus Berlin tief schürfende Vorträge.


Dr. Necla Kelek: „Freiheit muss und kann man lernen. Die Schule hat die Prinzipien Freiheit und Verantwortung zu ihrem Leitbild zu machen. Im Mittelpunkt der Erziehung und aller Maßnahmen steht das Individuum, der einzelne Mensch und seine Verantwortung für sich und die Gesellschaft.  Nicht die Migranten oder die Türken als Gruppe, sondern jeder einzelne als Persönlichkeit soll gefordert und gefördert werden.“

Seyran Ateş: „Migration hat einen immensen Einfluss auf die Identität nicht nur der Migranten, sondern auch der [Menschen] ohne Migrationsgeschichte. Die Menschen beider Seiten haben Elemente der ihnen jeweils fremden, unvertrauten Kultur in ihre eigene Identität zu integrieren.

Serap Çileli: „Die Themen Bildung, Status, sozioökonomische Lage, Sprachkenntnisse und Lebenssituation von Migrantinnen und ihren Töchtern werden leider weder in Deutschland noch hier in Österreich genügend aufgegriffen. […] Die Benachteiligung von diesen Mädchen und Frauen findet auf allen Ebenen statt. Wir sprechen hier von einem Teufelskreis, der von politischer Seite nur umgehend angesprochen wird.“

Prof. Dr. Gudrun Biffl, Leiterin des Departments Migration und Globalisierung an der Donau-Universität Krems und Manfred Zentner vom Institut für Jugendkulturforschung rundeten die Vorträge durch ihre Beiträge zur Situation in Österreich ab. Besonders kritisiert wurden die unklare Möglichkeit zur Weiterbildung nach Beendigung der Pflichtschule und die geringe Beachtung, die Politiker der sozioökonomischen Situation von Menschen mit Migrationshintergrund zollen.


In der anschließenden Podiumsdiskussion zeigte sich, welch großes Diskussionspotenzial das Thema der Integration und die (Aus)Bildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund birgt. Viele interessante Lösungsansätze wurden vorgetragen und etablierte Konzepte diskutiert.


 

In Zusammenarbeit mit dem BMUKK organisierte Frauen ohne Grenzen am Mittwoch, 9.Jänner 2013, die Konferenz „Aus-gebildet? - Aus-geblendet? Berufsorientierung von Jugendlichen mit besonderer Berücksichtigung von Migrations- und Geschlechtszugehörigkeit“.


Mit besonderer Berücksichtigung der Mädchen und jungen Frauen mit türkischem Hintergrund, die in Deutschland die größte und in Österreich die drittgrößte Einwanderungsgruppe darstellen, hielten die Sozialwissenschaftlerin Dr. Necla Kelek, die Anwältin Seyran Ateş und Buchautorin Serap Çileli aus Berlin tief schürfende Vorträge.


Dr. Necla Kelek: „Freiheit muss und kann man lernen. Die Schule hat die Prinzipien Freiheit und Verantwortung zu ihrem Leitbild zu machen. Im Mittelpunkt der Erziehung und aller Maßnahmen steht das Individuum, der einzelne Mensch und seine Verantwortung für sich und die Gesellschaft.  Nicht die Migranten oder die Türken als Gruppe, sondern jeder einzelne als Persönlichkeit soll gefordert und gefördert werden.“

Seyran Ateş: „Migration hat einen immensen Einfluss auf die Identität nicht nur der Migranten, sondern auch der [Menschen] ohne Migrationsgeschichte. Die Menschen beider Seiten haben Elemente der ihnen jeweils fremden, unvertrauten Kultur in ihre eigene Identität zu integrieren.

Serap Çileli: „Die Themen Bildung, Status, sozioökonomische Lage, Sprachkenntnisse und Lebenssituation von Migrantinnen und ihren Töchtern werden leider weder in Deutschland noch hier in Österreich genügend aufgegriffen. […] Die Benachteiligung von diesen Mädchen und Frauen findet auf allen Ebenen statt. Wir sprechen hier von einem Teufelskreis, der von politischer Seite nur umgehend angesprochen wird.“

Prof. Dr. Gudrun Biffl, Leiterin des Departments Migration und Globalisierung an der Donau-Universität Krems und Manfred Zentner vom Institut für Jugendkulturforschung rundeten die Vorträge durch ihre Beiträge zur Situation in Österreich ab. Besonders kritisiert wurden die unklare Möglichkeit zur Weiterbildung nach Beendigung der Pflichtschule und die geringe Beachtung, die Politiker der sozioökonomischen Situation von Menschen mit Migrationshintergrund zollen.


In der anschließenden Podiumsdiskussion zeigte sich, welch großes Diskussionspotenzial das Thema der Integration und die (Aus)Bildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund birgt. Viele interessante Lösungsansätze wurden vorgetragen und etablierte Konzepte diskutiert.


Das Frauen ohne Grenzen Team dankt allen Anwesenden für ihre Teilnahme und insbesondere den SprecherInnen für ihre wertvollen Beiträge zu diesem hochaktuellen Thema.


Link zum Konferenzfilm: https://www.youtube.com/watch?v=sMnp57LzeEI&list=PLdrqD-BrEVYNHo82ctrxvPlvZPTDwbUn-&index=10


 


Das Frauen ohne Grenzen Team dankt allen Anwesenden für ihre Teilnahme und insbesondere den SprecherInnen für ihre wertvollen Beiträge zu diesem hochaktuellen Thema.


 


Link zum Konferenzfilm: https://www.youtube.com/watch?v=H-1LS44WeIU


 

 
 

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