Review

Die offene Gesellschaft und unsere Angst vor ihr

Brückenbau durch Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und Dialog

12. Oktober 2011 14:0018:00
Festsaal der Diplomatischen Akademie, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien

Eine Frauen ohne Grenzen Veranstaltung mit Unterstützung des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur

Vorläufiges Programm
Anmeldung bis 30. September: office@frauen-ohne-grenzen.org

Aktuelle Studien, Analysen und Alltagserfahrungen zeigen, dass Begegnungen zwischen den Kulturen nicht in ausreichendem Maße gepflegt werden. Soziale Spannungen, gegenseitige Ressentiments, Vorurteile, Missverständnisse bis hin zu sicherheitspolitischen Ängsten im Zusammenhang mit MigrantInnen sind quer durch Europa führende Themen – von der politischen Arena bis in die Schulklassen. Wie die unterschiedlichen ethnischen und religiösen Gruppierungen zusammenleben sollen und wollen, zählt zu den großen Herausforderungen dieses Jahrzehnts. Dabei kommt der Bildung der jungen Generation eine zentrale Aufgabe zu. Dialogveranstaltungen finden bevorzugt auf höchster Ebene statt, aber wenn diese Bemühungen Konsequenzen haben sollen, muss die junge Generation auf breiter Basis in einen neuen Orientierungs- und Verständigungsprozess mit einbezogen werden. Dafür brauchen wir alle gezielt Unterstützung und Orientierung. Die Konferenz „Die offene Gesellschaft und unsere Angst vor ihr“ will die Vorbehalte und Vorurteile auf beiden Seiten der ethnischen, religiösen und kulturellen Trennlinien thematisieren und positive Ansätze für ein besseres Zusammenleben skizzieren.

Program

14.00 Begrüßung
Edit Schlaffer, Gründerin und Vorsitzende von Frauen ohne Grenzen

Moderation
Sybille Hamann, freie Journalistin, Wien

14.20 Panel 1
Der Islam-Irrtum und seine Folgen
Michael Thumann, Istanbul
Ein vorbehaltloser Dialog durch Mobilisierung positiver Emotionen
Hamed Abdel-Samad, München

15.20 Panel 2
Säkulare Musliminnen im Spannungsfeld von Kopftuch und Moschee
Rain Gönül Halat-Mec, Frankfurt am Main
Zu viele junge Männer: Von der Bedrohung zur Ressource
Gunnar Heinsohn, Bremen-Danzig/Gdansk

16.20 Kaffeepause

16.45 Panel 3
Erfolgsmodell „Diversity“: Stolpersteine und Chancen
Caglayan Caliskan, Wien
Diskriminierung und Anerkennung: Integrationsverständnisse im Spannungsfeld von gesellschaftlichem Monolog und Dialog
Mandana Kerschbaumer, Zürich

17.45 Zusammenfassung
Ausblick in ein offenes Miteinander
Edit Schlaffer

SprecherInnen:

Hamed Abdel-Samad ist deutsch-ägyptischer Politikwissenschaftler, Historiker und Autor. Er fordert einen „Islam Light“ in Europa und hat zuletzt Krieg oder Frieden und Mein Abschied vom Himmel veröffentlicht. Gemeinsam mit Henryk Broder trat er in der TV-Serie „Entweder Broder – Die Deutschland-Safari“ auf.

Caglayan Caliskan ist Unternehmensberater, Buchautor und interkultureller Trainer. Er gründete 2003 das österreichisch-türkische Beratungsunternehmen CALISKAN & NETWORK. Er ist Autor von Wirtschaftspartner Türkei: Ein Handbuch für erfolgreiche Unternehmer.

Rain Gönül Halat-Mec kommt ursprünglich aus der Türkei und ist Fachanwältin für Familienrecht. Sie widmet sich vorwiegend MandantInnen mit Migrationshintergrund. Sie ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz sowie der Frankfurter Initiative progressiver Frauen.

Gunnar Heinsohn war Professor für Sozialpädagogik an der Universität Bremen und arbeitet zu den globalen demographischen Herausforderungen unserer Zeit. Er ist Autor zahlreicher Bücher. Söhne und Weltmacht hat internationale Beachtung gefunden.

Mandana Kerschbaumer ist Soziologin und Dozentin an der Höheren Fachschule für Sozialpädagogik und Soziale Arbeit in Zürich. Sie forscht und unterrichtet zu Themen der Migration, Integration und Diversität.

 
 

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